VDSBB-Mitglieder besuchten Sportmuseum in Marzahn

  • Am 9. November erinnerten sich VDSBB-Mitglieder im Sportmuseum Berlin-Marzahn gemeinsam an den Mauerfall.

    Der Verband der Sportjournalisten Berlin-Brandenburg (VDSBB) lud zum 20. Jahrestag der Maueröffnung zu einem Besuch in das Sportmuseum nach Berlin-Marzahn ein.  Im „Haus des Sports“, wie das Objekt auch genannt wird, trafen sich 15 Kollegen mit Vertretern aus dem Sportbezirk Marzahn.

    Beim Frühschoppen berichteten die Anwesenden von ihren Erlebnissen am 9. November 1989. Dabei stellte sich heraus, dass viele Kollegen die friedliche Öffnung der Mauer erst am 10. Novemder richtig begriffen. Bernd Morchutt, der letzte Verlagsleiter des Sportechos, berichtete, wie die DDR-Zeitung in der Folge der Wende aufgelöst wurde und wie das Archiv seinen Weg an die Uni Potsdam fand.

    Am späten Nachmittag veranstaltete Eurosport-Kommentator Dirk Thiele in den Rathauspassagen erneut seinen „Talk unterm Turm“. Dieses Mal war Ex-Boxweltmeister Henry Maske zu Gast. Wie 20 Jahre zuvor. Er saß auch 1989 mit Thiele in einer Diskussionsrunde, als die Nachricht vom Mauerfall von einer Kellnerin überbracht wurde. Binnen weniger Minuten hatte sich der Saal geleert. Die Zuhörer waren gen Westen verschwunden. 2009 blieben sie bis zum Schluss.

    Die Zahl der Ausstellungsstücke im Sportmuseum Marzahn wächst übrigens stetig. Zu sehen sind dort unter anderem alle Ausgaben des Sportechos sowie zahlreiche Olympiaartikel (Urkunden, Kleidung, Abzeichen, Bücher).

    Text/Foto: Regina Hoffmann-Schon

    Erschienen am 16. November 2009

  • 1 Kommentar »


    Nach dem Mauerfall am 9. November 1989 verschwanden im Ostteil der Stadt nicht nur das Deutsche Sportecho, sondern auch die Nationalzeitung “Der Morgen”, das Bauernecho, die Tribüne unter den Tageszeitungen, Start und Fuwo bei den Wochenjournalen, aber auch Radio DDR, das RBI, der Deutschlandsender Kultur (früher Stimme der DDR) und mit ihnen das DDR-Fernsehen sowie der ADN.

    Im Westteil der Stadt mit dem RIAS auch das Spandauer Volksblatt.

    Wer zählte die arbeitslos gewordenen Kollegen? Wer die in den Vorruhestand geschickten?

    Auch daran wollte die Veranstaltung erinnern.

    Dabei hätte man auch erfahren, dass ein Hans Rosenthal in der Nähe des neuen Sportmuseums in Marzahn in einen Schrebergarten die Nazizeit überlebte und man ihm im Haus des Sports auch gedenken werde.

    Im nächsten Jahr wollen die Marzahner den VDSBB wieder zu einer Gemeinschafts-Veranstaltung einladen. Die Idee zu einem Mannschafts-Preisskat hatte übrigens Gerhard Claar, AIPS-Vorsitzender der Sektion Tischtennis und unweit des Sportmuseums im Hochhaus mit der Nummer 200 zu Hause.

    Freundlichst aus Marzahn

    Hans-Jürgen Zeume

    Kommentar von Hans-Jürgen Zeume — 19. November 2009 @ 23:21

     

    RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack-URL

    Einen Kommentar hinterlassen